4. Bei der Entwicklung Pretialer Steuerungssysteme handelt es sich um Verfahren, bei denen betriebliche oder außerbetriebliche Abläufe über Preise zu einem optimalen Ergebnis gesteuert werden. In diesem Zusammenhang wurde von mir die Magnetband-Fahrkarte entwickelt, die noch heute im öffentlichen Personennahverkehr der Städte Paris und London verwendet wird. Das neue Verfahren wurde in dem Buch "Optimale Fahrpreise im öffentlichen Personennahverkehr", Berlin 1970, veröffentlicht.

5. Ein Schwerpunkt bestand in der Neugliederung des Rechnungswesens für Zwecke finanzwirtschaftlicher Analysten. Der bisherige Jahresabschluss einer Finanzbuchhaltung besteht in der Bilanz und der Erfolgsrechnung. Als Ergänzung dieser zwei Jahresrechnungen wurde als dritte Jahresrechnung die Finanzwirtschaftliche Bilanz entwickelt. Diese Finanzwirtschaftliche Bilanz wird aus Cash Flow-Rechnungen abgeleitet. Hierfür wurde aus der integralen Unternehmensrechnung von Robert Issler eine neue Finanzbuchhaltung entwickelt, die auf der Basis der Bilanzgleichung "Vermögen - Fremdkapital = Eigenkapital" über einen Abschlussbogen täglich einen Abschluss über eine Bewegungsbilanz zur Schlussbilanz erlaubt. Das neue Verfahren wird in dem Buch "Neue Finanzwirtschaftliche Bilanzen", Wiesbaden 1995, dargestellt.

6. Die Einführung von volkswirtschaftlichen Kosten und Erträgen in das Rechnungswesen wurde bei Arbeiten zur Wirtschaftlichkeit von Intensivpflegeabteilungen entwickelt. Hierbei wurden erstmals in die Kosten- und Erlösrechnungen von Krankenhäusern soziale Kosten und soziale Erträge, hier die gerettete Wertschöpfung der geheilten Patienten, eingeführt. Als Ergebnis stellte sich heraus, dass in Berlin die damalige Intensivpflegeabteilung nicht als unwirtschaftlich, sondern in hohem Maße als wirtschaftlich angesehen werden konnte.

7. Bei dem Forschungsprojekt Optimale Verkehrsbedienung von Trabantenstädten durch eine kommunale Verkehrsunternehmung ging es um die Frage, mit Hilfe welcher Kriterien und welcher Optimierungsverfahren das Problem am vergleichsweise besten gelöst werden konnte. Hierbei stellte sich heraus, dass die damals neuen experimentellen Operations-Research-Verfahren bei derartigen komplexen Fragestellungen versagen. Die Lösung des Problems wurde damals mit Hilfe des vieldimensionalen Verfahrens der Profilmethode einerseits und herkömmlichen Wirtschaftlichkeits-Vergleichen andererseits gelöst.

 

 

 


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